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Historischer Rückblick in Stichworten

Altusried
Notgeld und Gutscheine aus Altusried aus den Jahren 1918 und 1920

aus der Zeit um 1000 v. Chr.: Vorgeschichtliche Funde aus der Bronzezeit in Ottenstall (Waffen, Gerät und Schmuck)
1180
"Bertholdus de Altungisried" wird genannt
1236
"Machttildis de Challenden" (=Kalden) wird erwähnt
1353
Nach der Pest bleiben von 150 Wohnungen noch 60 übrig
1422
Die Herren von Rothenstein erhalten das Dorfgericht über Altusried
1515
Die Burg Neu-Kalden wird durch Joachim zu Pappenheim gebaut
1525
Im Bauernkrieg ist der "Altusrieder Haufen" mit dabei
1545
Durch Brandstiftung werden 28 Häuser vernichtet
1670
Die Schiffspfeiler der Pfarrkirche stürzen ein. Die Kirche wird wieder aufgebaut.
1692
Ende der Lehensherrschaft der Pappenheimer. Das Stift Kempten kauft das Lehen
1772
Beginn der Vereinödung
1803
Eine Feuerbrunst vernichtet 14 Häuser
1838
Genehmigung des Altusrieder Wappens (Ruine Kalden) durch König Ludwig I.
Informationen zum Wappen finden Sie hier.
1877
Erste Aufführung eines Freilichtspieles: "Der bayerische Hiasl"
1914
Die Motorpostlinie nach Kempten wird eröffnet
1955
Renovierung der Pfarrkirche
1972
Gebietsreform: Freiwillige Eingemeindung von Frauenzell, Kimratshofen, Krugzell und Muthmannshofen

Aufnahme von Altusried im Jahr 1865

Frauenzell
855
Erwähnt als "Hupoldscelle" im Urkundenbuch des Klosters St. Gallen
1353
Nach dem "Liber Taxationis" hat Frauenzell 10 Wohnungen
1503
Das Stift Kempten errichtet ein Dorfgericht in Frauenzell
1529
Der Frauenzeller Pfarrer Oeder beginnt protestantisch zu lehren - er wird in Meerburg auf dem Scheiterhaufen verbrannt
1665
Die "Gschnaidt-Wallfahrt" wird erstmals erwähnt
1709
Grundsteinlegung für die neue barocke Pfarrkirche
1770
Frauenzell wird vereinödet
1874
Der durch eine Feuersbrunst beschädigte Turm der Pfarrkirche wird auf 52 m erhöht
1921
Umbau und Restaurierung der Kirchenfassade
1955
Das Langhaus der Kirche wird renoviert
1972
Gebietsreform: Freiwillige Eingemeindung in die Marktgemeinde Altusried

Alte Ansichtskarte aus Frauenzell

Kimratshofen
um
1150
Gründung der Pfarrei Kimratshofen mit Bau einer Kirche
1353
die Pfarrei "Kumbrehtzhouven" zählt 50 Wohnungen
1455
Das Dorfgericht wird erneut bestätigt
1514
Kimratshofen wird Sitz einer Posthalterei der habsburgischen Post
1538
Das Sitft Kempten verhindert, daß der Ort protestantisch wird
1635
Die Pest rafft alle Einwohner des Ortes hinweg (50 neue Familien aus Tirol und dem Schwarzwald besiedeln den Ort später wieder neu)
1728
Beginn der Vereinödung
1799
Kimratshofen ist Kriegsschauplatz in den napoleonischen Kriegen
1886
Nach Abbruch der alten, baufälligen Kirche wird der Grundstein für eine neue Kirche gelegt (1889 vollendet)
1911
Die erste Motorpostlinie im Allgäu: Kempten-Kimratshofen wird in Betrieb genommen
1957
Wiedereinführung des Gemeindewappens nach einem "Gerichts Insigel" von 1548
1964
Gründung des "Emmentaler Milchwerks" auf genossenschaftlicher Basis
1972
Gebietsreform: Freiwillige Eingemeindung in die Marktgemeinde Altusried

Krugzell

Das Wappen von Krugzell:

Rot und Blau sind die historischen Farben des Fürststifts Kempten, zu dem Krugzell schon sehr früh gehörte. Das Füllhorn mit den Ähren entdeckte Bürgermeister Eugler auf einem Gemeindesiegel von 1830. Damals hatten die Ähren als Sinnbilder des Ackerbaus ihre volle Berechtigung, denn sicher gehörte Krugzell wegen seiner geringen Höhenlage und überwiegend ebenen Geländeform zu den für den Getreidebau begünstigten Gemeinden.

um
800
Gründung des Ortes als Missionsstation
1275 Die Pfarrei "Crugescelle" wird erwähnt
1353 Nach dem "Liber Taxationis" hat der Ort 30 Wohnungen
1430 König Sigismund gestattet dem Stift Kempten das niedere Gericht Krugzell
um
1500
Die Pfarrkirche wird neu erbaut
1525 Der Ort hat jetzt 59 Hofstätten
1632 Der Krugzeller Pfarrer wird von den Schweden erschlagen
1673 An die Stelle der bisherigen Furt wird die Illerbrücke bei Schwarzenbach gebaut
1703 Zerstörung der Illerbrücke im Spanischen Erbfolgekrieg
1768 Der stiftskemptische Wegweiser mit der hl. Hildegard wird erstellt
1844 Nach teilweisem Abbruch wird die Pfarrkirche neu gebaut
1905 Die Flößerei auf der Iller wird eingestellt
1945 Die Illerbrücke wird zerstört
1966 Wiedereinführung des Gemeindewappens
1972 Gebietsreform: Freiwillige Eingemeindung in die Marktgemeinde Altusried

Ansichtskarte Krugzell (1914)

Muthmannshofen

1166

"Mutwigishofen" erstmals genannt

um
1200
Verlegung der Pfarrkirche aus dem Dorf an die Stelle des Burgstalles der einstigen Herren von Muthmannshofen
1350 Das "Liber Taxations" des Bistums Konstanz nennt für die Pfarrei 16 Wohnungen
1503 Das Stift Kempten errichtet in der im Vorjahr erworbenen Herrschaft Hohenthann drei Dorfgerichte, darunter das zu Muthmannshofen
1525 Zusammen mit anderen Bauern plündern Muthmannshofener Bauern das Schloß Waldegg bei Legau und die Burg Hohenthann
1710 Umbau der Kirche St. Mauritius
1711 Muthmannshofen wird vereinödet
1803 Verkauf der Burg Hohenthann gegen Abbruch
1890 Der Turm der Kirche wird aufgestockt
1907-
1913
Verlängerung des Kirchenschiffs
1952 Innenrestaurierung der Pfarrkirche
1972 Gebietsreform: Freiwillige Eingemeindung in die Marktgemeinde Altusried

Ansichtskarte Muthmannshofen 1942

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